Gasspeicher Füllstand Deutschland aktuell - Oktober 2026
Der aktuelle Gasspeicher Füllstand in Deutschland liegt im Oktober 2026 bei 61,09 Prozent (Gastag: 21. Oktober 2026). Die deutschen Erdgasspeicher befinden sich in der Einspeicherperiode: Von April bis Oktober wird Gas eingelagert, um die Heizperiode abzusichern. Aktuell sind sie zu etwa 61 Prozent gefüllt. Die Daten stammen von der europäischen Transparenzplattform AGSI+ (Aggregated Gas Storage Inventory) von Gas Infrastructure Europe (GIE). Dieselbe Quelle nutzen die Bundesnetzagentur und der Verband INES.
Wie voll sind die Gasspeicher in Deutschland - und ist das viel oder wenig?
Ein Prozentwert allein sagt wenig: 60 Prozent sind zu Beginn der Heizperiode im Oktober ungewöhnlich niedrig, am Ende des Winters im März dagegen viel. Diese Seite ordnet den Füllstand deshalb saisonal ein - verglichen mit demselben Kalendertag der vergangenen zehn Jahre. Aktuell ist das 11,05 Prozentpunkte unter dem niedrigsten Stand der letzten zehn Jahre an diesem Kalendertag (72,14 %, 2021); die Einstufung lautet „Kritisch“ 🔴.
Gasspeicher Füllstand im Vergleich zum Vorjahr
Am gleichen Gastag 2025 lag der Füllstand bei 75,41 Prozent. Der Abstand zum Vorjahr beträgt damit -14,32 Prozentpunkte. Der Vorjahresvergleich steht auf dieser Seite bei jedem Tageswert, in der 14-Tage-Tabelle und im Verlaufsdiagramm.
Gasspeicher Füllstand im Zehnjahresvergleich
Am 21. Oktober lag der Füllstand in den Jahren 2016 bis 2025 zwischen 72,1 % (2021) und 99,3 % (2019), der mittlere Wert bei 95,0 %. Die einzelnen Jahre: 2016: 95,3 %, 2017: 92,5 %, 2018: 86,9 %, 2019: 99,3 %, 2020: 94,7 %, 2021: 72,1 %, 2022: 97,0 %, 2023: 98,6 %, 2024: 97,7 %, 2025: 75,4 %. Gemittelt wird je Jahr über sieben Kalendertage um den Stichtag.
Gasspeicher Füllstand aktuell: Einspeicherperiode 2026
Der Gasspeicher Füllstand aktuell wird in der Einspeicherperiode besonders aufmerksam verfolgt, weil sich hier entscheidet, mit welchem Polster Deutschland in den Winter 2026/2027 geht. AGSI+ veröffentlicht die Meldungen eines Gastags in der Regel am Folgetag gegen 19:30 Uhr MEZ.
Einspeicherung 2026: Wie voll werden die Gasspeicher bis zum Winter?
Wie weit die Speicher bis zum Winter 2026/2027 gefüllt werden, hängt vom Verlauf der Einspeicherung in den kommenden Wochen ab. Massgeblich sind die Gaspreise am Spotmarkt, die Importmengen über Pipelines und LNG-Terminals sowie die Nachfrage der Industrie.
Gesetzliche Füllstandsvorgaben: 1. November und 1. Februar
Die Gasspeicherfüllstandsverordnung (GasSpFüllstV) legt Füllstände je Speicheranlage fest, als Anteil am Arbeitsgasvolumen: zum 1. November 80 Prozent, für die Anlagen Bad Lauchstädt, Frankenthal, Hähnlein, Rehden, Stockstadt und Uelsen 45 Prozent; zum 1. Februar 30 Prozent, für Bierwang, Breitbrunn, Inzenham-West und Wolfersberg 40 Prozent. Einen einzelnen bundesweiten Zielwert gibt es nicht; der Landeswert oben ist deshalb nicht direkt mit einer Vorgabe vergleichbar. Wortlaut: § 1 GasSpFüllstV.
So funktioniert die Einstufung
Für jeden Tag wird der Füllstand mit demselben Kalendertag der zehn Vorjahre verglichen. Unter dem niedrigsten dieser Werte gilt die Lage als „Kritisch“, im unteren Viertel als „Angespannt“, unter dem mittleren Wert als „Unterdurchschnittlich“, darüber als „Normal“ und im oberen Viertel als „Komfortabel“. Zwei feste Leitplanken: Ab 90 Prozent ist die Lage nie schlechter als „Normal“, unter 20 Prozent immer „Kritisch“. Die Grenzen für den 21. Oktober:
- Komfortabelab 97,5 %im oberen Viertel der letzten zehn Jahre am selben Kalendertag
- Normal95,0 % bis 97,5 %im üblichen Bereich, über dem mittleren Wert der letzten zehn Jahre
- Unterdurchschnittlich88,3 % bis 95,0 %unter dem mittleren Wert (Median) der letzten zehn Jahre
- Angespannt72,1 % bis 88,3 %im unteren Viertel der letzten zehn Jahre am selben Kalendertag
- Kritischunter 72,1 %unter dem niedrigsten Stand der letzten zehn Jahre am selben Kalendertag
Gasspeicher Europa AGSI+ - Füllstände im Ländervergleich
Auf gasspeicher.app sind über 20 Länder verfügbar - von Deutschland und Österreich über die Gasspeicher Niederlande, Frankreich und Italien bis zu den osteuropäischen Speichern. Jedes Land wird an seiner eigenen Zehnjahresreihe gemessen. Aktuell liegen die Speicher in Österreich 68,61 % („Angespannt“, Δ zum Vorjahr -15,8 Pp.); in Frankreich 87,21 % („Angespannt“, Δ zum Vorjahr -5,5 Pp.); in Italien 90,15 % („Normal“, Δ zum Vorjahr -4,0 Pp.); in den Niederlanden 64,93 % („Angespannt“, Δ zum Vorjahr -7,0 Pp.). Über alle EU-Staaten gerechnet sind es 74,62 % - 2,62 Prozentpunkte unter dem niedrigsten Stand der letzten zehn Jahre an diesem Kalendertag (77,24 %, 2021).
Die Gasspeicher Österreich spielen als Transitland eine wichtige Rolle für Mitteleuropa. Die Gasspeicher Frankreich und Gasspeicher Italien sind für die Schweiz besonders relevant, da die Schweiz dort Speicherkapazitäten gesichert hat. Die Schweiz verfügt über keine eigenen unterirdischen Gasspeicher und ist vollständig auf Gasimporte angewiesen.
AGSI+ Gasspeicher Füllstand - die offizielle Datenquelle
Der AGSI+ Gasspeicher Füllstand ist der Standard für Gasspeicher-Daten in Europa. AGSI+ wird von Gas Infrastructure Europe (GIE) betrieben und sammelt tägliche Meldungen aller europäischen Speicherbetreiber. Meldungen können nachträglich korrigiert werden; diese Seite übernimmt Korrekturen beim nächsten Abruf.
Gasspeicher Füllstand Niederlande
Der Gasspeicher Füllstand Niederlande ist für den nordwesteuropäischen Gasmarkt besonders relevant. Nicht zu verwechseln damit ist der TTF (Title Transfer Facility): ein virtueller Handelspunkt im niederländischen Gasnetz von Gasunie Transport Services, dessen Preise als europäische Referenz gelten - kein Speicher. Aktuell liegt der Füllstand der niederländischen Speicher bei 64,93 %.
INES Gasspeicher - die Speicherkarte Deutschland
Die INES (Initiative Energien Speichern) ist der deutsche Verband der Gas- und Wasserstoffspeicherbetreiber. Die INES Gasspeicher-Karte zeigt alle Untertagespeicher in Deutschland. INES bildet die Infrastruktur ab, AGSI+ liefert die täglichen Füllstände.
Häufig gestellte Fragen
Wie aktuell sind die Daten auf gasspeicher.app?
Die Daten stammen von AGSI+ und werden täglich gegen 19:30 Uhr MEZ aktualisiert. Der zuletzt gemeldete Gastag ist der 21. Oktober 2026.
Warum zeigt die Ampel bei 60 Prozent „Kritisch“?
Weil die Einstufung die Jahreszeit berücksichtigt. Gemessen wird am selben Kalendertag der zehn Vorjahre. Liegt der Füllstand darunter, ist die Lage für diese Jahreszeit kritisch - auch wenn der Prozentwert für sich genommen mittel wirkt. Im Frühjahr kann derselbe Prozentwert „Komfortabel“ sein.
Wie hoch war der Füllstand vor einem Jahr?
Am gleichen Gastag 2025 lag der Füllstand bei 75,41 Prozent. Der Abstand zum Vorjahr beträgt damit -14,32 Prozentpunkte.
Welcher Gastag ist dargestellt?
Der zuletzt gemeldete Gastag, aktuell der 21. Oktober 2026. Meldungen mit AGSI+-Status „E“ sind vorläufig und so gekennzeichnet. Der europäische Gastag läuft von 5:00 bis 5:00 Uhr UTC.
Was bedeutet „Prozentpunkte“?
Die Differenz zweier Füllstände. Steigt der Füllstand von 50,0 auf 51,2 Prozent, sind das +1,2 Prozentpunkte - nicht 1,2 Prozent.
Welche Füllstände schreibt das Gesetz vor?
Die Gasspeicherfüllstandsverordnung schreibt je Anlage zum 1. November 80 Prozent vor (sechs Anlagen 45 Prozent) und zum 1. Februar 30 Prozent (vier Anlagen 40 Prozent). Einen bundesweiten Zielwert gibt es nicht.
Warum weichen die Werte anderer Anbieter ab?
Andere Seiten zeigen teils einen älteren Gastag, ungewichtete Mittelwerte einzelner Anlagen oder eine andere Kapazitätsbasis. Hier gilt das offizielle Deutschland-Aggregat von AGSI+ zum genannten Gastag.
Was sagt der Füllstand nicht aus?
Er zeigt den Füllgrad des nutzbaren Arbeitsgasvolumens. Über die Versorgungslage entscheiden zusätzlich Importe, Verbrauch, Temperatur und die Ausspeicherleistung. Eine Prognose ist der Füllstand nicht.
Gibt es gasspeicher.app als App?
Ja. Für iPhone gibt es eine App im App Store, auf Android lässt sich gasspeicher.app als Web-App auf dem Startbildschirm installieren - ohne Store, ohne Registrierung, kostenlos.
Woher stammen die Daten?
Von der AGSI+ Transparenzplattform von Gas Infrastructure Europe (GIE) in Brüssel - derselben Quelle, die auch die Bundesnetzagentur und INES verwenden. Die Zehnjahresreihe reicht bis 2016 zurück.